Zwischen Traumstränden und Serra de Tramuntana Die Top 13 Sehenswürdigkeiten auf Mallorca
Kennen Sie schon alle Sehenswürdigkeiten, die Mallorca zu bieten hat? Die Insel zeigt sich vielfältiger, als viele denken. Ich habe die Insel durchstreift und stelle Ihnen dreizehn Orte vor, die Sie bei Ihrem nächsten Besuch nicht verpassen sollten!
Das Wichtigste in Kürze
Welche Sehenswürdigkeit auf Mallorca sollte man unbedingt besuchen?
Die Kathedrale La Seu in Palma zählt zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten im Mittelmeerraum. Mit ihrer Lage direkt am Meer und den beeindruckenden Rosettenfenstern gehört sie zu den Wahrzeichen der Insel.
Wo ist es auf Mallorca am schönsten?
Die Serra de Tramuntana bietet die spektakulärste Landschaft Mallorcas. Das UNESCO-Weltnaturerbe erstreckt sich über 90 Kilometer entlang der Nordwestküste mit Bergen bis 1.445 Meter Höhe, traditionellen Dörfern und zahlreichen Wanderwegen.
Was muss man in Mallorca gesehen haben?
Neben Palmas Altstadt und der Tramuntana lohnen sich die Cuevas del Drach an der Ostküste, das Künstlerdorf Deià, das Kloster Lluc und die historischen Orte Valldemossa und Sóller. Auch die Strände im Nordosten wie die Cala Agulla bieten besondere Naturerlebnisse.
Wie viele Tage braucht man, um Mallorca zu entdecken?
Für einen ersten Überblick sollten Sie mindestens fünf bis sechs Tage einplanen. Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Stress zu besuchen und auch Zeit für Strand und Erholung zu haben, sind sieben bis zehn Tage ideal.
Darum geht´s
- Mallorca, die Insel der vielen Gesichter
- 1 La Seu – die Kathedrale von Palma
- 2 Serra de Tramuntana – UNESCO-Welterbe im Nordwesten
- 3 Die Altstadt von Palma – Gassen, Patios und Geschichte
- 4 Valldemossa – Chopin, Mönche und Mandelblüten
- 5 Cap de Formentor – dramatische Klippen im Norden
- 6 Cuevas del Drach – Unterwelt mit Konzertsaal
- 7 Sóller und Port de Sóller – das Tal der Orangen
- 8 Deià – ein Künstlerdorf mit Meerblick
- 9 Alcúdia – Römische Mauern und mittelalterlicher Charme
- 10 Kloster Lluc – das spirituelle Zentrum in den Bergen
- 11 Santuari de Sant Salvador – Panoramablick über den Südosten
- 12 Portocolom und die authentische Ostküste
- 13 Weinregion Felanitx – Tropfen mit Charakter
- Entdecken Sie Ihren Mallorca-Lieblingsort
Mallorca, die Insel der vielen Gesichter
Wer Mallorca nur als Stranddestination kennt, verpasst das Beste. Die größte Baleareninsel birgt Kulturschätze aus maurischer Zeit, mittelalterliche Bergdörfer und Naturlandschaften, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Zwischen lebhaften Märkten und stillen Klöstern, zwischen Sandstränden und schroffen Klippen entfaltet sich eine Insel, die auf 3.640 Quadratkilometern mehr Abwechslung bietet, als ein einzelner Urlaub fassen kann.
Schlendern Sie durch enge Gassen in Palma, schlängeln Sie sich durch kurvenreiche Straßen durch die Tramuntana und schwimmen Sie in Buchten, die man nur zu Fuß erreicht. Meine Auswahl der wichtigsten Mallorca-Sehenswürdigkeiten hilft Ihnen, die verschiedenen Gesichter der Insel kennenzulernen und vielleicht Ihre eigenen Lieblingsorte zu entdecken.
Denn eines kann ich Ihnen schon vorab verraten: Mallorca ist weit mehr als Strand und Sangria!
1 La Seu – die Kathedrale von Palma
Wenn wir über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Mallorca sprechen, darf die Kathedrale von Palma auf keinen Fall fehlen. Schon vom Flugzeug aus sehen Sie die goldgelbe Sandsteinfassade über dem Hafen thronen. La Seu prägt das Stadtbild von Palma seit dem 13. Jahrhundert, als König Jaume I. nach der Reconquista den Grundstein legte. Der gotische Bau beeindruckt mit Dimensionen: Das Hauptschiff erreicht 44 Meter Höhe, das Rosettenglas über dem Altar misst 13,8 Meter im Durchmesser.
Besonders faszinierend sind die Lichtverhältnisse im Inneren. Morgens wirft die östliche Rosette farbige Muster auf die gegenüberliegende Wand – ein Schauspiel, das Sie am besten von einer der hinteren Bänke aus beobachten können. Antoni Gaudí arbeitete Anfang des 20. Jahrhunderts an der Neugestaltung des Altarraums und brachte moderne Elemente in die mittelalterliche Struktur. Der katalanische Künstler Miquel Barceló schuf zwischen 2001 und 2006 die Kapelle des Santíssim mit organisch wirkenden Keramikreliefs.
Der beste Zugang führt über die Plaça de la Seu. Kommen Sie vormittags, wenn sich noch keine Besucherschlangen gebildet haben. Von der Terrasse neben der Kathedrale können Sie Ihren Blick über den Parc de la Mar bis zum Hafen schweifen lassen.
2 Serra de Tramuntana – UNESCO-Welterbe im Nordwesten
Die Bergkette zieht sich wie ein Rückgrat durch den Nordwesten und trennt die Insel in zwei Klimazonen. Auf der Südseite scheint die Sonne, während sich im Norden oft Wolken stauen. Fahren Sie die MA-10 von Andratx bis Pollença und halten Sie an verschiedenen Aussichtspunkten. Bei Sa Calobra schlängelt sich die Straße in engen Serpentinen 800 Höhenmeter hinab zur Küste. Das ist nichts für schwache Nerven, aber die Bucht am Ende belohnt die Fahrt.
Wanderwege durchziehen die gesamte Tramuntana. Der Fernwanderweg GR 221 verbindet mehrere Bergdörfer über 140 Kilometer. Für kürzere Touren bieten sich verschiedene Abschnitte an: Von Valldemossa führt ein Weg zum Archiduc-Aussichtspunkt, von Deià steigen Sie zum Cala Deià ab, einem Kiesstrand zwischen Felsen. Wer die Insel zu Fuß entdecken möchte, findet in unserem Beitrag zum Wandern auf Mallorca detaillierte Routenbeschreibungen und praktische Tipps für alle Schwierigkeitsgrade.
Im Frühjahr verwandelt sich die Tramuntana in ein weißes Blütenmeer, wenn Millionen von Mandelbäumen blühen. Im Herbst färben sich die Weinreben, und wer Mallorca im Oktober besucht, erlebt die Berge in besonders mildem Licht ohne die Sommerhitze. Die Bergdörfer haben ihren eigenen Charakter bewahrt. In Fornalutx stapeln sich Steinhäuser an den Hang, in Estellencs münden steile Gassen in Olivenhaine. Die Region trägt erheblich zum spanischen Olivenöl bei und viele Fincas bieten Verkostungen an. Die meisten Restaurants servieren regionale Küche mit typischen Mallorca-Spezialitäten wie Tumbet, Frito Mallorquín und Sobrassada.
3 Die Altstadt von Palma – Gassen, Patios und Geschichte
Hinter Palmas bekanntester Kathedrale beginnt das Labyrinth aus mittelalterlichen Straßen. Das ehemalige arabische Viertel zwischen Carrer de Sant Miquel und Carrer de la Portella bewahrt maurische Spuren in Form von Hufeisenbögen und Innenhöfen. Schlendern Sie ohne festen Plan durch die Gassen und stoßen Sie auf Handwerksbetriebe, Galerien oder Restaurants in ehemaligen Adelspalästen. Mehrere Patios, kleine Innenhöfe, stehen Besuchern offen.
Can Vivot in der Carrer de Can Savellà zeigt einen typischen mallorquinischen Innenhof mit Säulengängen und üppiger Bepflanzung. Das Museu de Mallorca im Can Aiamans dokumentiert die Inselgeschichte von der Talayot-Kultur bis zur Gegenwart. Im Palau March neben der Kathedrale überrascht die Sammlung zeitgenössischer Skulpturen. Werke von Rodin, Chillida, Moore stehen in einem Renaissancepalast.
Der Passeig del Born verbindet Altstadt und Hafen. Unter Platanen flanieren Sie an Boutiquen vorbei bis zur Plaça Major. Hier und in den Seitenstraßen finden Sie Tapas-Bars, Weinhandlungen oder Feinkostläden mit einheimischen Produkten. Dienstags, donnerstags und samstags findet auf der Plaça Major ein kleiner Kunsthandwerksmarkt statt.
4 Valldemossa – Chopin, Mönche und Mandelblüten
Die 25 Kilometer nördlich von Palma gelegene Ortschaft klebt am Hang der Tramuntana. Parken Sie außerhalb und laufen Sie durch enge Gassen mit Steintreppen bis zur Kartause, der Real Cartuja de Valldemossa. Im Winter 1838/39 verbrachten der Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand mehrere Wochen in zwei Zellen des ehemaligen Klosters, eine Episode, die Sand in ihrem Buch „Ein Winter auf Mallorca“ beschrieb. Die Räumlichkeiten sind heute ein Museum. In Chopins Zelle steht ein Klavier, auf dem gelegentlich Konzerte stattfinden. Die angrenzende Apotheke der Mönche zeigt historische Gefäße und Instrumente.
Noch interessanter als die Ausstellung wirkt der Kreuzgang mit seinen Arkaden und dem Blick auf das Tal. Valldemossa lebt vom Tourismus, bleibt aber authentisch. In der Bäckerei gegenüber der Kartause können Sie Coca de Patata kaufen, ein süßes Hefegebäck, das es nur hier gibt. Am Ortsrand führt ein Wanderweg durch Olivenhaine bis zur Ermita de la Trinitat, einer Einsiedelei auf 490 Meter Höhe. Von dort blicken Sie auf das Dorf und bis ans Meer – an klaren Tagen reicht die Sicht bis Palma.
5 Cap de Formentor – dramatische Klippen im Norden
Die Halbinsel streckt sich 20 Kilometer in Richtung Menorca. Die Straße vom Hafen Port de Pollença bis zum Leuchtturm am östlichsten Punkt Mallorcas zählt zu den spektakulärsten der Insel. Fahren Sie frühmorgens oder am späten Nachmittag, um dem Verkehr auszuweichen – im Sommer dürfen Privatfahrzeuge ab 10 Uhr nicht mehr bis zum Leuchtturm fahren, dann verkehren Shuttlebusse.
Vom Mirador Es Colomer fällt der Blick 200 Meter tief auf zerklüftete Felsen und türkisfarbenes Wasser. Eine Steintreppe führt zur Aussichtsplattform. Die Playa de Formentor liegt auf halber Strecke, ein heller Sandstrand mit Pinienwald, an dem bereits in den 1920er Jahren das legendäre Hotel Formentor entstand. In der Nebensaison schwimmen Sie hier in einer deutlich ruhigeren Bucht als im Hochsommer.
Radfahrer schätzen die anspruchsvolle Strecke zum Cap – mehr zu den schönsten Routen finden Sie in unserem Guide zu Mallorca-Radtouren, die von gemütlichen Küstenfahrten bis zu herausfordernden Bergstrecken reichen.
Am Leuchtturm endet die Straße. Ein Fußweg führt zur Cala Figuera, einer kleinen, geschützten Bucht. Der Rückweg bietet neue Perspektiven auf die Küste. Bei Sonnenuntergang leuchten die Klippen in warmen Tönen. Für diesen Anblick lohnt sich die kurvenreiche Fahrt.
6 Cuevas del Drach – Unterwelt mit Konzertsaal
Die Drachenhöhlen an der Ostküste bei Porto Cristo gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Mallorcas. Trotz der Touristenmassen rechtfertigt die unterirdische Höhlenlandschaft den Besuch. Ein Führungsweg von etwa einem Kilometer schlängelt sich durch vier miteinander verbundene Höhlen. Stalagmiten und Stalaktiten bilden Säle, Säulen, Vorhänge. Die größte Überraschung wartet am Ende: der Lago Martel, einer der größten unterirdischen Seen Europas.
Hier findet manchmal ein kurzes Konzert statt. Dabei gleiten Musiker in Booten über das dunkle Wasser, während Lichter die Atmosphäre verstärken. Anschließend können Sie den See mit Booten überqueren oder zu Fuß zurückgehen. Die Temperatur in den Höhlen liegt konstant bei 21 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Nehmen Sie eine leichte Jacke mit. Die Führungen finden mehrmals täglich statt, eine Reservierung ist nicht möglich. Wer Menschenmassen scheut, kommt zur ersten Tour am Morgen oder zur letzten am Nachmittag.
7 Sóller und Port de Sóller – das Tal der Orangen
Das Tal von Sóller liegt von Bergen umgeben an der Nordwestküste. Bis 1912 führte nur ein mühsamer Weg über den Coll de Sóller hierher. Dann kam die Eisenbahn, eine Schmalspurbahn, die noch heute zwischen Palma und Sóller verkehrt. Die einstündige Fahrt durch Tunnel und über Viadukte zählt zu den schönsten Bahnstrecken im Mittelmeerraum. Sóller selbst gruppiert sich um die Plaça Constitució mit der Kirche Sant Bartomeu und modernistischen Gebäuden aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Der Ort verdankt seinen Wohlstand dem Orangenanbau – noch immer prägen Zitrusbäume das Umland. Auf dem Samstagmarkt können Sie frisch gepressten Orangensaft und lokale Produkte kaufen. Eine historische Straßenbahn rattert vom Ortskern zum fünf Kilometer entfernten Port de Sóller. Der natürliche Hafen bildet eine fast kreisrunde Bucht, gesäumt von Restaurants und Bars. Mieten Sie ein Tretboot und erkunden Sie die Bucht vom Wasser aus. Abends kehren Sie in eines der Fischrestaurants ein. Die „gamba roja“ oder auch rote Garnele von Sóller gilt als Delikatesse.
8 Deià – ein Künstlerdorf mit Meerblick
Robert Graves ließ sich 1929 in Deià nieder und machte den Ort zur Anlaufstelle für Schriftsteller, Maler und Musiker. Das Dorf hat sich seinen ruhigen Charakter bewahrt, obwohl sich die Immobilienpreise ins Astronomische entwickelt haben. Parken Sie am Ortseingang und laufen Sie durch steile Gassen zum Friedhof, wo Graves begraben liegt. Die Lage zwischen Tramuntana und Küste macht Deià einzigartig. Steinhäuser schmiegen sich an den Hang, Olivenbäume und Zypressen rahmen den Blick aufs Meer.
Im Ortskern reihen sich Galerien, kleine Hotels und Restaurants aneinander. Ein steiniger Weg führt in 30 Minuten zur Cala Deià hinab. Der Kiesstrand zwischen Felsen bietet klares Wasser und ein einfaches Strandrestaurant. An Sommerwochenenden wird es voll, unter der Woche finden Sie meist ein ruhiges Plätzchen. Der Aufstieg zurück hat es in sich, nehmen Sie ausreichend Wasser mit.
9 Alcúdia – Römische Mauern und mittelalterlicher Charme
Die Stadt im Nordosten bewahrt ihre Geschichte sichtbar. Eine vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert umschließt die Altstadt. Treten Sie durch das Tor Porta del Moll und folgen Sie den Gassen zum Plaça Constitució. Dienstags und sonntags verwandelt sich die Stadt in einen großen Markt, der weit über die Mauern hinausreicht. Die Kirche Sant Jaume thront über den Dächern. Vom Turm blicken Sie auf die Bucht von Alcúdia und bis zur Halbinsel Formentor.
Nördlich der Stadt liegt die archäologische Ausgrabungsstätte Pollèntia, Reste der römischen Siedlung, die ab 123 v. Chr. existierte. Ein kleines Theater, Wohnhäuser und Mosaike sind teilweise freigelegt. Der Strand von Alcúdia erstreckt sich über mehrere Kilometer Richtung Süden. Der Sand ist hell, das Wasser flach, ideal für Familien. Der nördliche Abschnitt bei Es Barcarès bietet mehr Ruhe, da sich hier weniger Hotels drängen. Kitesurfer nutzen die konstanten Winde, die hier häufiger wehen als an der Südküste.
10 Kloster Lluc – das spirituelle Zentrum in den Bergen
Das Santuari de Lluc liegt auf 525 Metern Höhe mitten in der Tramuntana. Seit dem 13. Jahrhundert pilgern Mallorquiner hierher – der Legende nach fand ein Hirtenjunge eine dunkle Madonna-Statue, die heute in der Basilika verehrt wird. Die Anlage wirkt nüchtern, fast befestigt, und passt damit zur rauen Berglandschaft. Der Kreuzgang bietet Ruhe, das Museum zeigt religiöse Kunst und archäologische Funde aus der Region.
Ein botanischer Garten präsentiert die Flora der Tramuntana. Täglich um 11 Uhr singt der Knabenchor Els Blauets in der Basilika, ein wirklich schönes Erlebnis, das Besucher oft unterschätzen. Von Lluc starten mehrere Wanderungen. Der Weg zum Puig de Massanella, mit 1.364 Metern der zweithöchste Berg Mallorcas, dauert etwa vier Stunden hin und zurück. Einfacher ist die Route zum Kloster Cóber, einer verlassenen Einsiedelei mit weitem Blick über die Berge. Wer Ruhe sucht, kann im Kloster übernachten – die Zimmer sind einfach, aber sauber, und das Frühstück solide.
11 Santuari de Sant Salvador – Panoramablick über den Südosten
Auf 509 Metern Höhe thront das ehemalige Kloster Sant Salvador über der Gemeinde Felanitx. Die Anlage stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente jahrhundertelang als Wallfahrtsort. Heute beherbergt sie ein Hotel, eine Kirche und ein kleines Museum. Besonders eindrucksvoll sind die beiden Monumente auf dem Gipfel: Ein 37 Meter hohes Steinkreuz und eine sieben Meter hohe Christus-Statue markieren den höchsten Punkt.
Von der Aussichtsplattform schweift Ihr Blick über die gesamte Südostküste Mallorcas. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zum Cap de Formentor im Norden und zur Cabrera-Inselgruppe im Süden. Die serpentinenreiche Auffahrt führt durch Pinien- und Steineichenwälder – fahren Sie langsam und halten Sie an den Aussichtspunkten. Das angeschlossene Restaurant serviert traditionelle mallorquinische Küche mit Zutaten aus der Region. Hier erleben Sie Sonnenauf- und -untergänge in absoluter Stille.
12 Portocolom und die authentische Ostküste
Das Fischerdorf an der Südostküste hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Der natürliche Hafen Porto Colom zählt zu den größten Naturhäfen im Mittelmeerraum. Bunte Llaüts, die traditionellen mallorquinischen Fischerboote, schaukeln neben modernen Yachten im Wasser. Am Kai reihen sich Restaurants aneinander, die fangfrischen Fisch servieren. Probieren Sie die Caldereta de Langosta, einen Langusteneintopf, der hier zur Spezialität gehört.
Leuchtturm und Küstenwanderungen
Der Faro de Portocolom markiert die Hafeneinfahrt seit 1863. Ein kurzer Spaziergang führt Sie zum Leuchtturm, von dessen Umgebung Sie auf die Bucht und das offene Meer blicken. 2024 entstand hier ein neuer Aussichtspunkt, der sich ideal für Fotos eignet. Kombinieren Sie den Besuch mit einer Wanderung zum nahegelegenen Mirador de Coves, von dem aus Sie die zerklüftete Küstenlinie und das tiefblaue Mittelmeer überblicken. Am kleinen Kreisverkehr informiert ein Schild über die Meeresfauna der Region.
Versteckte Badebuchten
Abseits der Hauptstrände finden Sie an der Küste um Portocolom mehrere versteckte Buchten. S'Algar erreichen Sie nur zu Fuß – parken Sie am Ortsrand und folgen Sie dem Weg zur Bucht. Hier schwimmen Sie in kristallklarem Wasser zwischen Felsen, ohne Sandstrand, aber mit direktem Zugang zum offenen Meer. Von s'Algar führt ein etwa 30-minütiger Küstenweg nach Cala Murada. Der Schotterweg schlängelt sich entlang der Küste nach Nordosten und endet an einem Sandstrand, wo Sie sich nach der Wanderung erfrischen können. Die Cova Foradada, eine durchlöcherte Höhle in der Nähe des Leuchtturms, zählt zu den fotogensten Spots der Gegend. Bei Niedrigwasser können Sie durch die natürliche Felsöffnung hindurchblicken.
Archäologische Spuren
Kulturinteressierte finden in den Closos de Can Gaià eine archäologische Fundstätte mit prähistorischen Strukturen aus der Talayot-Zeit. Die Siedlungsreste liegen etwas außerhalb von Portocolom und zeigen die frühe Besiedlung dieser Küstenregion. Die Anlage ist frei zugänglich und bietet Einblicke in die Bauweise der Ureinwohner Mallorcas vor über 3.000 Jahren. Mehr zur besonderen Atmosphäre und den versteckten Ecken des Ortes lesen Sie in unserem ausführlichen Beitrag zum Geheimtipp Portocolom.
13 Weinregion Felanitx – Tropfen mit Charakter
Rund um Felanitx, nur wenige Kilometer von Portocolom entfernt, hat sich in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Weinszene entwickelt. Die Region profitiert vom mediterranen Klima und kalkhaltigen Böden, die besonders den roten Rebsorten zugutekommen. Mehrere Weingüter bieten Führungen und Verkostungen an. Ànima Negra gilt als Pionier der modernen mallorquinischen Weinproduktion. Das Weingut konzentriert sich auf die autochthone Rebsorte Callet und produziert kraftvolle Rotweine, die international Anerkennung finden. Vi d'Aubà Celler setzt auf biodynamischen Anbau und experimentiert mit verschiedenen Rebsorten.
Das kleine Weingut Aubocassa verbindet traditionelle Techniken mit modernem Weinbau und lädt zu entspannten Verkostungen ein. Reservieren Sie Ihren Besuch im Voraus, vor allem in der Hauptsaison. Die meisten Weingüter bieten Führungen durch die Weinberge und Keller an, gefolgt von Verkostungen mit regionalen Tapas. So verbinden Sie die Entdeckung mallorquinischer Weine mit Einblicken in die Landwirtschaft der Insel.
Entdecken Sie Ihren Mallorca-Lieblingsort
Na, sind Sie jetzt auch neugierig darauf, Mallorca auf eigene Faust zu erkunden und sich ein paar der bekanntesten Sehenswürdigkeiten anzuschauen? Dann nichts wie los und die Koffer packen. Das Barefoot Hotel in Portocolom bietet Ihnen die perfekte Ausgangslage für Ausflüge über die ganze Insel. Trotzdem haben sie im verträumten Fischerdorf Ihre Ruhe und können zwischen den Abenteuern so richtig abschalten.